ANIMATIC PRODUKTION: VOM STIFT ZUM TV-SPOT

Eine Testfilm-Produktion ist ein dynamischer Prozess, an dessen Anfang eine Briefing-Telko mit Screenshare und Scribbles steht, und an dessen Ende Du grünes Licht für Deine TV-Spot Produktion hast.

Ok, nicht immer!;) 
Aber damit das immer öfter passiert, ist ein detailliert getimter und perfekt eingespielter Workflow die Grundvoraussetzung...

PRODUCTION TIMELINE

Die Grafik zeigt vereinfacht eine Timeline für eine Full Service Testfilm Produktion. Dieser Prozess sollte an Wünsche und Anforderungen des Kunden anpassbar sein.
 
 

DAS STORYBOARD ZUM PROJEKTSTART

 
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Am Anfang des Prozesses steht das Briefing durch die Agentur. Diesem Projektstart ist die Buchung eines Illustrators (auch Storyboard Artist, oder einfach Storyboarder) vorausgegangen (oder mehrerer Zeichner/Teams) - entweder über eine Illustratoren-Repräsentanz, oder aber durch die Kontakte, die das Art-Buying der Agentur hat.
Teilnehmer  des Briefings sollten, wenn möglich, sein: Kreation, Producer, evtl. die verantwortlichen Berater/Accounter, der Illustrator und ein Art-Director der beauftragten Firma, der meist auch für die Regie verantwortlich zeichnet.
Dieser hostet neben der Telefonkonferenz auch einen Screenshare, auf dem er (oder der Storyboarder) die besprochenen Szenen unter den Augen aller Teilnehmer skizziert.
 
Diese Live Scribbles sind grob und schnell, aber extrem hilfreich für das Verständnis der Möglichkeiten die Story eines Spots zu erzählen, bzw. in filmische Einstellungen aufzulösen, denn wie beim Zeichentrick werden ja nachher Zeichnungen animiert.
 
 
Die Arbeitsergebnisse werden direkt nach der Telko auf eine Projekt-Management-Plattform hochgeladen, zu der jeder Beteiligte Zugriff hat, und auf der man jederzeit den Projektfortschritt einsehen kann.
In der nach Themenbereichen aufgeteilten, chronologischen Ordnung geht kein Upload, kein Feedback oder Preview jemals verloren. Was umso wichtiger wird, je mehr Leute an dem Projekt beteiligt sind.
 
 

OUTLINES UND ROHSCHNITT

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Nach dem Briefing erstellt der Illustrator die Pencils (s/w Outlines oder Vorzeichnungen), gefolgt von den üblichen Korrekturschleifen durch Agentur und Kunden. Schon in dieser frühen Phase sollte man mit den Pencils einen sog. Roughcut anlegen, zunächst mit einem Layout des VOs, später dann, falls gewünscht, mit Musikvorschlägen aus dem Music-Sourcing Prozess des Tonstudios, aber noch ohne Animation!
Durch das parallele Arbeiten können in dieser Phase schon relevante Erkenntnisse gewonnen werden. Zum Beispiel ob der Voice-Over zu den Szenen passt, die Gesamtlänge des Spots eingehalten werden kann oder, ganz fundamental, die Story auch ohne den erklärenden Text des Copywriters allein durch das Artwork, Schnitt und VO zu verstehen ist.
 
 

FARBEN UND FREIGABE ARTWORK 

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Nach dem Approval der Pencils durch den Kunden geht es in die Colorierung der Frames und Layersalso den Basis-Bildern des Films und deren Ebenen, die für die Animation benötigt werden.
Parallel hat das Ton-Team ein Sprechercasting durchgeführt und vielleicht sind auch schon Termine mit den ausgewählten Talents in Slave-Studios gemacht worden.
Nach Abgabe des 4c Artwork und den erfolgten Korrekturschleifen und Approval durch Agentur und Kunde ist die Phase Illustration nun endlich abgeschlossen und die Phase Animation kann starten.
 
 

POSTPRODUKTION - ANIMATION UND TON

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Bevor es in die Animation der einzelnen Szenen geht, müssen die Photoshop-Dateien des Illustrators in der Regel erst einmal für diesen Zweck aufbereitet werden. Das geht schneller, wenn der Illustrator schon Erfahrung in der Erstellung animationsgerechter Elemente hat.

Jetzt legen die Operator los: basierend auf dem Roughcut werden einzelne Szenen animiert, und, wenn erforderlich, mit VFX versehen (Partikel wie Regen oder Schnee, Licht, Flüssigkeiten etc.).
Kommen noch 3D Elemente hinzu, ist ein stringentes und nahtloses Compositing gefragt.
 
Bevor der fertig geschnittene, animierte und mit eventuellen Text-Supern versehene Testfilm dann im ersten Preview an die Agentur geht, steht noch eine Entscheidung an:
soll die Sprachaufnahme vor dem ersten Preview gemacht werden und die Voice-Over-Takes schon auf den Film angelegt werden?
Oder wartet man mit dem VO-Recording bis der Kunde das Animatic mit Layout-VO freigegeben hat?
Letzteres hat den Vorteil, dass man vor der Sprachaufnahme noch Korrekturen am Text des Voice-Overs vornehmen kann, sollten diese nötig/gewünscht sein. Und den Nachteil, dass die ersten Previews noch nicht so überzeugend klingen - eben nicht amtlich und sexy, wie man es von Profi-Sprechern gewöhnt ist.
Nach Klärung dieser (ein bißchen philosophischen) Frage geht es in finale Phase - das Fine-Tuning an Bild und Ton.
 
So lange bis alle beteiligten Entscheider zufrieden sind und der fertige Film für die Marktforschung ausgespielt werden kann.

WIE LANGE DAUERT DAS DENN UND WAS KOSTET DAS?

Gute Frage - die wir Dir gerne beantworten, sobald wir ein bißchen mehr Info zu Deinem Projekt haben. Einfluss auf Produktionsdauer- und kosten haben...
  • die Anzahl der Konzepte, die vielleicht in der Marktforschung gegeneinander getestet werden sollen
  • die Art des Testfilms (illustriert oder fotografiert, Realtime oder Narrative)
  • die Anzahl der Szenen pro Film (in Relation zur Gesamtlänge)
  • die Ansprüche an die Qualität der Animation (je höher, desto mehr animierbare Ebenen müssen erstellt werden)
  • die Anzahl der Sprecher pro Film (nur ein Voice-Over aus dem Off oder auch Dialog-Rollen?)
  • die Anzahl der Sprachversionen (bei eventuellen Länder-Adaptionen)
 
Schreib uns gerne hier eine Nachricht zu Deinem Projekt!
 
Tipp: wenn Du in Deiner Agentur verantwortlich für Artwork und/oder Produktionen bist, kannst Du einen Account bei Funky Frame eröffnen und erhälst exklusiven Zugriff auf die 4 Qualitäts-Level für Animatics und deren Preisspannen (inkl. Beispielfilme) - kostenlos und unverbindlich!
 
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